Wildblumen

Man sieht es derzeitig häufig: Bilder von blühenden Wiesen, die Insekten aller Art scheinbar magnetisch anziehen. Doch was macht eine Wiese zur Wiese und was gibt es darüber hinaus für Möglichkeiten, mit Wildblumen zu gestalten? Hier sind einige Beispiele:

Wildblumenwiese

Eine Wildblumenwiese besteht zu einem Großteil aus Wildblumen und zu einem kleineren Teil aus Gräsern. Nektar und Pollen der Blumen dienen verschiedensten Insekten und dessen Nachwuchs als Nahrung. Heimische Gräser sind oft Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen. Je nach Standort wird eine nährstoffreiche (Fettwiese) oder nährstoffarme (Magerwiese) Blumenwiese ausgesät. Die Pflege ist ein wichtiger Faktor bei der naturnahen Gestaltung, da diese vor allem bei der Wiesen-Mahd anders ausfällt als bisher. Beispielsweise muss und darf eine Blumenwiese – um diese zu erhalten – nur ein oder zweimal im Jahr gemäht werden. Das Schnittgut darf anschließend nicht auf der Fläche liegen bleiben, da das organische Material nach der Zersetzung für mehr Humusbildung sorgen und das Wachstum der blühenden Kräuter unterdrücken würde.

Wildblumenbeet

Ein Wildblumenbeet kann mittels Stauden (das sind alle Blühpflanzen, die mehrjährig sind und nicht verholzen) oder Einsaaten (ohne Grasanteil) angelegt werden. Auch eine Mischung aus beidem funktioniert sehr gut und ist zu empfehlen, um schnell eine bodenbedeckte Fläche zu generieren. Naturnahe Blumenzwiebeln von Frühblühern ergänzen das Beet und sorgen schon zeitig im Jahr für Blütenfülle. Der Gestaltungsfreude sind bei der Beet-Anlage kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist es jedoch, die unter „Wahl der richtigen Pflanze“ aufgeführten Kriterien zu berücksichtigen. Durch unterschiedliche Beet-Ebenen mit Terrassen oder Hügeln und verschiedene Pflanzenhöhen werden Dynamik erzeugt und unterschiedliche Standort-Bedingungen geschaffen.

Blumenschotterrasen

Um Zweckmäßigkeit und ökologischen Wert von Nutzflächen wie Parkplätzen, Wegen oder Feuerwehrzufahrten miteinander zu verbinden, eignet sich ein Blumenschotterrasen. Hierbei handelt es sich um eine niedrig wachsende Wildblumenmischung. Entsprechende Flächen werden (wenn nötig) entsiegelt und anschließend mit Schotter unterschiedlicher Körnung ausgelegt. Die Durchlässigkeit des Schotters ermöglicht genügsamen Wildblumen hier zu gedeihen. Auch wenn auf dem Rasen Autos fahren und parken oder die Flächen betreten werden, tut dies der Wuchsfreude wenig Abbruch. Je nach Art der Nutzung prägen sich unterschiedliche Pflanzenarten stärker aus, zudem wird der Wuchs in den Randbereichen höher sein.

Blumensaum

Ein Blumensaum wird entlang von Randbereichen oder Hecken gesät. Er kann zusätzlich dazu dienen, die Wuchsphase von Schnitthecken zu begleiten, um somit frühzeitig für mehr Pflanzenfülle und Blickdichte zu sorgen. Idealerweise bleiben verblühte Stängel des Saums über den Winter stehen. Sie werden in der kalten Jahreszeit von Insekten als Überwinterungsort genutzt und auch Vögel können hier Unterschlupf sowie Beeren und Körner als Nahrung finden.

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