Naturnah auf kleinstem Raum

Auch ohne Garten kann man zum Insektenschützer werden. Bereits eine Terrasse, ein Balkon oder auch nur ein Fensterbrett reichen aus, um einen ganz persönlichen Beitrag zu leisten. Für Kästen, Töpfe, Kübel und Co. eignen sich nicht nur Klassiker wie Geranie oder Petunie. Es gibt naturnahe Alternativen, die einen weit höheren Wert für Insekten haben und ebenso ansprechend aussehen. Zusätzlich können auch auf kleinen Freiflächen Nisthilfen installiert und ein Wasserangebot bereitgestellt werden. Versieht man ein flaches Schälchen mit Steinen, die nur teilweise vom Wasser bedeckt sind, erleichtert man Insekten das Trinken.
Wildpflanzen auf dem Balkon sind gärtnerisches Neuland und bislang nicht sehr verbreitet. Dass die Umsetzung allerdings sehr gut gelingen kann, zeigt der Balkon der Münchner Umweltjournalistin Katharina Heuberger. Seit 2013 experimentiert sie mit ökologisch wertvollen einheimischen Blühpflanzen und Nisthilfen auf ihrem Balkon. Ihr privater „Wilder Meter“ befindet sich im 5. Stock eines Gebäudes in der Stadtmitte Münchens. Wildbienen, Solitärwespen, Hummeln, Wanzen, Bienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge und Vögel finden sich bei ihr ein. Sogar eine Eidechse lebte einen Sommer lang in dem naturnahen Refugium. Rund 100 verschiedene Tierarten konnten als Balkonbesucher bereits bestimmt werden. Auf Katharina Heubergers Website finden sich viele praktische Tipps für Einstieg und Umstieg zu dem Thema Wildpflanzen auf kleinem Raum, Interviews mit Expert*innen, Hintergrundwissen und spannende Naturbeobachtungen: www.wildermeter.de

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